SPIE modernisiert elektrotechnische Infrastruktur am Uniper-Kraftwerksstandort Staudinger

Großkrotzenburg, 21. Juli 2026 – SPIE modernisiert die Elektro- und Leittechnik von Block 4 am Uniper-Kraftwerksstandort Staudinger in Großkrotzenburg. Die Modernisierung des Gaskraftwerks soll bis 2028 abgeschlossen werden und schafft die technische Grundlage für einen weiterhin sicheren und zuverlässigen Betrieb. Die Bundesnetzagentur stuft das Kraftwerk als systemrelevant für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit ein. Es bleibt deshalb bis mindestens 2031 in Betrieb.

Als einer der bedeutendsten Kraftwerksstandorte Hessens ist es ein wichtiger Baustein für die stabile Energieversorgung im Rhein-Main-Gebiet und entwickelt sich gleichzeitig zu einem modernen Energie- und Infrastrukturstandort weiter. Der Fokus liegt auf CO₂-armen Technologien, darunter eine wasserstofffähige Gas- und Dampfturbinenanlage, sowie perspektivisch auf neuen Nutzungen wie Rechenzentren und Batteriespeichern.

Zum Leistungsumfang von SPIE gehört der Austausch der Niederspannungsschaltanlagen. In diesem Zusammenhang übernimmt SPIE Montage-, Anschluss- und Demontagetätigkeiten im Bereich der Elektro- und Leittechnik, einschließlich des vollständigen Austauschs aller Nieder- und Mittelspannungskabel. Darüber hinaus ersetzt SPIE an den vier bestehenden Niederspannungstransformatoren die Stromschienen auf der Untrspannungsseite durch Kabel. An zwei Eigenbedarfstransformatoren werden die 10‑kV-Anschlüsse saniert beziehungsweise ausgetauscht. Da Teile der Anlagen während der Arbeiten in Betrieb bleiben müssen, werden neue Kabelwege überwiegend parallel zu den bestehenden Trassen errichtet. Ergänzend führt SPIE im Umspannwerk Kabelzugarbeiten sowie Leistungen in der Leittechnik aus.

Tobias Ludwig, Projektleiter bei SPIE Germany Switzerland Austria, sagt: „Mit der Neuverkabelung der Niederspannungshauptverteilung über rund 52 Kilometer und dem Rückbau von 180 Tonnen Altkupfer realisieren wir ein Projekt mit hoher technischer Komplexität. Die Arbeiten zeigen die besonderen Anforderungen, die mit der Modernisierung eines systemrelevanten Kraftwerks verbunden sind.“

Peter Pfannenstiel, Leiter des Geschäftsbereichs CityNetworks & Grids bei SPIE Germany Switzerland Austria, ergänzt: „Die Erneuerung der elektrotechnischen Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung, um den Standort weiterzuentwickeln und schrittweise auf CO₂‑ärmere Technologien auszurichten. Sie schafft die technische Basis für zukünftige Energieprojekte und mehr Flexibilität im Energiesystem.“

Bereits 2024 unterstützte SPIE bei der Nachrüstung des Generatorschalters und beim Austausch der Umrichter für Speisewasserpumpen. Hierbei wurden rund 35 Kilometer Mittel-, Niederspannungs- und Steuerkabel verlegt und angeschlossen.