SPIE realisierte die Lösung mit dem Ziel, Verbräuche transparent zu erfassen und systematisch zu optimieren. Den Kern bildet ein LoRaWAN-Funknetz (Long Range Wide Area Network), das alle vier Gebäude mit zwei Sendern über rund 300 Meter Reichweite abdeckt. Die Technologie dient dazu, Messdaten von verteilten Sensoren und Zählern über große Entfernungen an eine zentrale Datenplattform zu übertragen. Sie ermöglicht eine schnelle, rentable und minimalinvasive Nachrüstung in Liegenschaften, in denen klassische Verkabelung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Der Multitechnik-Dienstleister installierte und vernetzte mehr als 1.600 Mess- und Regelsysteme. Die Sensoren erfassen kontinuierlich Temperaturen, Heizverhalten und Fensterzustände in Wohn- und Gemeinschaftsräumen. Die gesammelten Daten werden zentral ausgewertet und ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung der Heizsysteme. So wird ein hoher und schwer zu regulierender Energieverbrauch nachhaltig reduziert – insbesondere in Wohnräumen sowie in wenig genutzten Bereichen mit dauerhaft erhöhten Temperaturen.
SPIE hat ein Team der Taunus Residenzen am System geschult, sodass die Mitarbeitenden künftig selbst individuelle, tageszeitabhängige Temperaturvorgaben für einzelne Räume festlegen können. Damit ist die Senioreneinrichtung ideal auf die nächste Heizperiode vorbereitet.
„Mit der Kombination aus LoRaWAN-Konnektivität, präziser Datenerfassung und intelligenter Regulierung schaffen wir die Grundlage für einen ressourcenschonenden Gebäudebetrieb“, sagt Andreas
Brosch, Vertriebsleiter im Geschäftsbereich Information & Communication Services bei SPIE Germany Switzerland Austria. Dennis Hase, Geschäftsführer der Taunus Residenzen, ergänzt: „Diese Technologie ermöglicht uns erstmals, den Heizenergieverbrauch raumgenau nachzuvollziehen und sinnvoll zu optimieren, so dass der Komfort für alle Nutzerinnen und Nutzer jederzeit gewährleistet bleibt.“
SPIE und die Taunus Residenzen arbeiten seit mehreren Jahren vertrauensvoll zusammen, unter anderem in den Bereichen Brandmelde- und Lichtrufsysteme. Mit dem Energiemonitoring wurde diese Zusammenarbeit erweitert.
„Gebäude sind für einen großen Teil des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen verantwortlich. Als technischer Lösungspartner entwickeln und realisieren wir praxistaugliche, skalierbare Lösungen, um Verbräuche im Bestand transparent zu machen und zu optimieren. So sinken Energiekosten und CO₂-Emissionen“, sagt Marcus Hänsel, Leiter des Geschäftsbereichs Information & Communication Services bei SPIE Germany Switzerland Austria.