Erneuerbare Energien als Wettbewerbsvorteil

Nachhaltigkeit sichert Marktposition und Geschäftserfolg

Die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wird für Unternehmen immer wichtiger, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Volatile Energiepreise, Regulierungen – wie der geplante Emissionshandel ab 2027 – und die europäischen Klimaziele setzen hierbei klare Vorgaben. In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterstützt diesen Wandel, indem es die bevorzugte Einspeisung von grünem Strom ins Netz garantiert und Anlagenbetreibern finanzielle Sicherheit bietet. In diesem dynamischen Umfeld wird eine dezentrale, regenerative Energieversorgung zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Diese Strategie stärkt nicht nur ihre Marktstellung, sondern hilft auch, die nationalen Klimaziele zu erreichen und die Unternehmensreputation in Bezug auf ESG-Ziele zu verbessern. Eine nachhaltige Energieversorgung erwächst damit zu einem wichtigen Baustein für den Geschäftserfolg. 

SPIE Germany Switzerland Austria begleitet Unternehmen auf diesem Weg und hilft, den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen und damit CO2-Emissionen zu reduzieren. Als ESG-Lösungspartner verfolgt SPIE einen ganzheitlichen Ansatz und bezieht technische, wirtschaftliche und strukturelle Aspekte mit ein. Dabei reicht das Angebot von der Analyse des Energieverbrauchs über die Planung und Umsetzung effizienter sowie nachhaltiger Energieerzeugungsanlagen bis zum Monitoring und der kontinuierlichen Optimierung der Systeme.  

Zudem gewinnt die Reduzierung indirekter Emissionen an Bedeutung – vor allem sogenannter Scope-3-Emissionen, die entlang der Lieferkette entstehen. Unternehmen müssen zunehmend auch die CO2-Emissionen ihrer Zulieferer und Partner in ihre Klimastrategien einbeziehen. SPIE hat sich deshalb nicht nur verpflichtet, die eigenen Emissionen signifikant zu reduzieren, sondern strebt auch an, bis 2030 die Scope-3-Emissionen in Relation zum Umsatz um bis zu 55 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 zu senken. 

Mit individuellen Photovoltaik-Lösungen Emissionen senken 

 Die Eigenstromerzeugung mittels Photovoltaik (PV)-Anlagen ist eine ideale Lösung für Betreiber von Gebäuden und Anlagen, insbesondere wenn sie über geeignete Flächen, Dächer oder Parkplätze verfügen. Ein entscheidender Faktor für die optimale Leistung von PV-Anlagen sind die richtigen Standortbedingungen. Eine Ost-West-Ausrichtung ist deutlich vorteilhafter als die klassische Südausrichtung, weil sie bis zu 40 Prozent mehr Leistung auf kleinerer Fläche ermöglicht und die Stromproduktion über den Tag gleichmäßiger verteilt. 

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Abbildung: Photovoltaik-Anlagen; Copyright: MBG energy GmbH

SPIE Germany Switzerland Austria ist durch den Zugewinn von MBG energy Komplettanbieter für das Photovoltaik-Geschäft im deutschen Gewerbekundensegment und bietet für unterschiedliche Gebäudetypen Planung, Errichtung, Betriebsüberwachung und langfristige Wartung aus einer Hand. Als „one-stop“-Lösungsanbieter umfasst das Leistungsspektrum von SPIE auch die Prüfung der Dachstatik, die Einholung der erforderlichen Zertifikate, die Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber und sorgt dafür, dass die Anlagen sicher an das Stromnetz angeschlossen werden.

Unternehmen können die PV-Anlagen auch an SPIE verpachten. SPIE stellt dann den erzeugten Strom als Stromlieferant bereit – eine Option, die sich besonders für Eigentümer eignet, die ihre Liegenschaften vermieten und eine Refinanzierung der PV-Anlage anstreben. Ergänzend lassen sich Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge integrieren, um den Solarstrom optimal vor Ort zu nutzen. Oft werden diese Lösungen mit Carport-Systemen kombiniert, um ein rundum nachhaltiges Energiekonzept zu schaffen. So können Unternehmen einen Teil der variablen Stromkosten in planbare Ausgaben für die Eigenproduktion umwandeln, die Abhängigkeit von externen Stromanbietern verringern, öffentliche Energienetze entlasten und Treibhausgase effektiv reduzieren.

Ein Beispiel: Für ein Technologieunternehmen hat SPIE eine PV-Anlage mit dem Ziel realisiert, die erzeugte Energie direkt vor Ort zu nutzen. Das Projekt startete mit einer detaillierten Analyse des Stromverbrauchs, der Durchführung von Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie der Vermessung der Dachflächen mit Drohnen. Anschließend folgte die Installation einer PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 890 Kilowatt-Peak (kWp) – genug, um den Bedarf von etwa 350 Haushalten zu decken und die Energieversorgung am Standort nachhaltig zu stärken. Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Anlage war ein entsprechendes Zertifikat, das bestätigt, dass die Anlage sämtliche Anforderungen für den Netzanschluss erfüllt. Dies erforderte eine enge Abstimmung mit dem Netzbetreiber, besonders hinsichtlich des komplexen Mittelspannungsnetzes des Kunden, um eine sichere Integration der Anlage zu gewährleisten.

 

Geothermie: Schlüsseltechnologien benötigen technisches Know-how

Erneuerbare Energien bieten Regionen und Quartieren ein enormes Potenzial für eine nachhaltige Zukunft. Besonders die Geothermie ist eine attraktive Option: In Deutschland sind rund 42 tiefe Geothermie-Anlagen in Betrieb[1], die Wärme und Strom produzieren. Die Betreiber und die Kunden profitieren von einer langfristig stabilen und vorhersehbaren Energieerzeugung und -bereitstellung sowie niedrigen Betriebskosten. Zusätzlich können die Betreiber staatliche Förderungen und EEG-Zuschüsse nutzen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Ein innovatives Beispiel in diesem Bereich ist das weltweit erste kommerzielle Geothermie-Kraftwerk der kanadischen Firma Eavor im bayrischen Geretsried, das ohne den Einsatz von Thermalwasser heißes Gestein zur Erzeugung von Fernwärme und Strom nutzt. Die Anlage überzeugt durch ihre Einzigartigkeit und ist vergleichbar mit einem riesigen unterirdischen Heizkörper in 4.500 Meter Tiefe. Dabei wird einmalig Wasser in das gebohrte System eingeführt. Das Wasser bewegt sich dann in dem geschlossenen System selbstständig, in dem der Dichteunterschied von kaltem und warmem Wasser genutzt wird (Thermosyphoneffekt). Warmes Wasser ist leichter als kaltes Wasser. Das Wasser erwärmt sich auf seinem Weg durch die gebohrten Schleifen, indem es die Wärme vom Umgebungsgestein auf natürliche Weise aufnimmt. Das warme Wasser steigt nach oben und der Wärmetauscher an der Oberfläche nimmt die Wärme ab, die dann direkt für die Fernwärmenetze oder zur Stromerzeugung genutzt wird.


[1] Quelle Bundesverband Geothermie; Stand Mai 2025; erreichbar unter https://www.geothermie.de/aktuelles/geothermie-in-zahlen

Eavor_Loop_Bildnachweis_Eavor

Abbildung: Funktionsweise und Technologie des Eavor-LoopTM; Copyright Eavor

Hinter diesem Geothermie-Kraftwerk steckt eine komplexe und hochinnovative Technik. Und genau hier zeigt SPIE seine Stärke: Mit tiefem Fachwissen hat der Multitechnik-Dienstleister Eavor dabei unterstützt, wichtige Anlagenteile rechtssicher in Betrieb zu nehmen. Auch nach der Inbetriebnahme bleibt SPIE aktiv und übernimmt die komplette technische Betriebsführung und Instandhaltung der oberirdischen Anlagenteile – dazu gehört auch die Wartung der ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle), die aus Erdwärme emissionsarmen Strom erzeugt. Dank eines 24/7-Bereitschaftsdienstes stellt SPIE sicher, dass die Anlage zuverlässig läuft – jederzeit. Die Leistungen werden flexibel an die Anforderungen der Anlage angepasst – über die gesamte Laufzeit des Projekts hinweg. Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende in der Region. Mit der Anlage betreut SPIE bereits das dritte Geothermie-Kraftwerk in Bayern, nach Dürrnhaar und Kirchstockach, und leistet damit einen konkreten Beitrag für die Zukunft der nachhaltigen Energieerzeugung. 

Ganzheitliche Konzepte statt rein technischer Lösungen 

Erneuerbare Energien bieten Unternehmen große Chancen. Die erfolgreiche Integration erfordert allerdings ganzheitliche Konzepte statt rein autarker technischer Lösungen. Vielen Unternehmen fehlen dafür die nötigen eigenen Ressourcen und der ganzheitliche Blick. Multitechnik-Anbieter schließen diese Lücke: Mit ihrer Expertise in energetischer Bestandsanalyse, Planung, Umsetzung, Betrieb und Monitoring entwickeln sie branchenspezifische Lösungen und schaffen einen messbaren Mehrwert. 

Als ESG-Lösungspartner bietet SPIE umfassende Energie-Lösungen aus einer Hand. Dabei stehen nachhaltige Energieerzeugung, Prozessoptimierung und maximale Energieeffizienz im Fokus. Zum Einsatz kommen moderne Technologien wie Batteriespeicher, Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Photovoltaik und Geothermie – sowohl für zentrale Versorgungslösungen als auch für dezentrale Anwendungen wie etwa unternehmenseigene PV-Anlagen. 

Im Zentrum steht dabei immer der individuelle Bedarf des Unternehmens. Jedes Projekt erfordert eine passgenaue Lösung. Der ganzheitliche Ansatz von SPIE entlastet Unternehmen spürbar und schafft die Grundlage für eine zukunftssichere, nachhaltige Energieversorgung – damit sich Betriebe auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.  

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