19.01.2023

#WeAreSPIE: Im Gespräch mit Shiyan Zhuang

Unsere Mitarbeitenden im Fokus

25. Januar 2023 – Wir als SPIE sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf das, was sie täglich leisten. In unserem Format „#WeAreSPIE: Unsere Mitarbeitenden im Fokus“ stellen wir die Persönlichkeiten, die Geschichten, die Technikbegeisterung, die Fähigkeiten und Expertisen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Mittelpunkt.
Heute sprechen wir mit Shiyan Zhuang, Angebotsmanagerin im Geschäftsbereich Efficient Facilities und Multiplikatorin für Digitalisierung bei SPIE Deutschland & Zentraleuropa. 

Shiyan Zhuang, Sie sind im Geschäftsbereich Efficient Facilities von SPIE Deutschland & Zentraleuropa nicht nur als Angebotsmanagerin, sondern auch als Multiplikatorin für die Digitalisierung tätig. Wie sieht Ihr Berufsalltag aus?

Mein Alltag unterteilt sich in zwei Aufgabenbereiche. 20 Prozent meiner Zeit nimmt meine Tätigkeit als Angebotsmanagerin ein. Hier kümmere ich mich um den gesamten Prozess, der mit Ausschreibungen von Projektleistungen und der Angebotsabgabe zu tun hat. Erhalten wir eine Ausschreibung, muss sie kalkuliert und ein Angebot erstellt werden. Dieses muss zuvor viele interne Prozesse durchlaufen und beispielsweise mit der Rechtsabteilung abgestimmt und freigegeben werden. Im Zusammenhang mit der Angebotsabgabe müssen darüber hinaus Verhandlungen mit Nachunternehmern sowie mit dem Kunden geführt werden und vieles mehr. Für alle diese Dinge bin ich seit 2018 in der Region Süd des Geschäftsbereichs Efficient Facilities zuständig.
Den größten Teil meiner Zeit beansprucht aber meine Aufgabe als Multiplikatorin für die Digitalisierung, bei der ich eng mit Kolleginnen und Kollegen im Headquarter von SPIE Deutschland & Zentraleuropa zusammenarbeite. Da ich die Prozesse kenne und Erfahrungen in den Bereichen Technisches Consulting, SQR (Start-up/Qualitätssicherung/Rückabwicklung) und Vertrieb habe, kenne ich die Herausforderungen der Projekte und kann meine Kolleginnen und Kollegen daher bei der Realisierung ihrer Ideen gezielt unterstützen. Auch diesen Aufgabenbereich betreue ich schon fast drei Jahre. Nur wenige Monate, nachdem ich meine heutige Position als Angebotsmanagerin angetreten habe, bot mir unser Regionalleiter an, das Thema Digitalisierung stärker und zentraler als Multiplikatorin voranzutreiben. Er wusste, dass ich energieeffizientes und nachhaltiges Bauen studiert habe und mich sehr für Digitalisierungsthemen interessiere, und ich habe das Angebot gerne angenommen.

Können Sie uns mehr über Ihre Aufgabe als Multiplikatorin erzählen?

Grundsätzlich sind die Projekte, die ich in diesem Zusammenhang begleite oder leite, sehr unterschiedlich. Ein gutes Beispiel ist aber ein webbasiertes Asset-Management-Cockpit, das wir als Pilotprojekt mit einem Kunden zusammen durchgeführt haben und das ein 3D-Modell sowie alle relevanten Informationen der Immobilienwirtschaft vereint. Ich selbst war bei dem Vorhaben mit dem Projektmanagement betraut.
Der Kunde ist Bestandshalter bzw. Betreiber von Immobilien. Er wünschte eine webbasierte Plattform, die ein digitales Gebäudemodell mit Daten verknüpft, um so das Asset Management zu erleichtern. Bei der Planungsmethode BIM (Building Information Modeling) werden die geometrischen Daten mit Informationen verknüpft, sodass ein digitaler Zwilling des Gebäudes entsteht. Dieser Datensatz kann bei entsprechender Strukturierung als Grundlage für den Gebäudebetrieb genutzt werden. Während neuere Immobilien allerdings inzwischen immer häufiger mit BIM geplant werden, sind derartige Daten bei älteren Gebäuden oftmals nicht vorhanden.
Das Ziel des Pilotprojektes war demnach die Modellierung eines BIM-7D-Datenmodells als Basis der webbasierten Plattform. Dafür wurden das 3D-Modell des Bestandsgebäudes erstellt sowie die Immobiliendaten in das 7D-Datenmodell übertragen, sodass nun Anlageninformationen per Klick auf die entsprechende Komponente abrufbar sind. Da es sehr aufwändig und kostenintensiv ist, ein komplettes Gebäude digital nachzumodellieren, haben wir uns auf das Wesentliche konzentriert. So haben wir eine Datenstruktur definiert, die man auf Wunsch noch erweitern kann.
Gearbeitet haben wir bei diesem Projekt zudem mit agilen IT-Planungsmethoden wie SCRUM und Kanban, welche einen großen Vorteil in der Projektabwicklung darstellen. Denn die Transparenz des Projektfortschritts hat eine hohe Akzeptanz bei allen Projektbeteiligten geschaffen und auch direkte Änderungswünsche und die schnelle Realisierung neuer Ideen waren im Projekt möglich.

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?

Ich genieße es, dass ich keine sich ständig wiederholende Tätigkeit ausübe, sondern neue Technologien erlernen und erproben kann. Zudem schätze ich den geschäftsbereichsübergreifenden Austausch mit den unterschiedlichsten Kolleginnen und Kollegen von SPIE. Und ich fühle mich wohl, weil ich in meiner Multiplikatorinnen-Rolle als Kommunikationsschnittstelle die Zusammenarbeit zwischen der operativen Ebene und den zentralen Funktionen bei den gemeinsamen Projekten unterstützen kann.

Wie und wann sind Sie zu SPIE gekommen und was waren Ihre persönlichen Highlights bisher?

Ich bin 2013 als Werkstudentin zu SPIE gekommen und wurde 2016 fest übernommen. Zunächst war ich in der technischen Beratung tätig, dann im Bereich SQR. Später war ich im Vertrieb beschäftigt und seit Ende 2018 bin ich für das Angebotsmanagement zuständig. Nur wenige Monate später habe ich die Aufgabe einer Multiplikatorin für das Thema Digitalisierung übernommen. Wenn es Herausforderungen zu bewältigen gilt, sehe ich diese als Chance an und versuche, Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen.
Bei SPIE bin ich auf diesem Weg stets unterstützt worden, zum Beispiel mit einer Ready-to-Lead-Schulung, von der ich heute noch profitiere und die daher eines meiner persönlichen Highlights meiner Karriere darstellt. Ich habe in der Schulung gelernt, wie man Persönlichkeiten erkennt und richtig auf die jeweiligen Typen reagiert. Zudem habe ich viel über Kommunikationsstrategien und Konfliktmanagement erfahren und durfte erproben, wie man als Führungskraft optimal agiert. 

Was sind Ihre beruflichen Ziele?

Ich möchte mich in dem Bereich, in dem ich heute tätig bin, noch weiterentwickeln. Ich bin sehr IT-affin und schätze daher insbesondere meine Arbeit als Multiplikatorin für den Bereich Digitalisierung. Angesichts dessen, dass SPIE ein wachstumsstarkes Unternehmen ist, das sich sehr für die digitale Transformation einsetzt, sehe ich aber eine große Chance, dass mein eigener Aufgabenbereich ebenfalls größer wird. Mittelfristig möchte ich daher gerne Leaderin für Digitalisierungsthemen in der Region Süd des Geschäftsbereichs Efficient Facilities werden.

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