31.03.2021

#WeAreSPIE: Im Gespräch mit Heike Wandsleb

Unsere Mitarbeitenden im Fokus

Wir als SPIE sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf das, was sie täglich leisten. In unserem neuen Format „#WeAreSPIE: unsere Mitarbeitenden im Fokus“ stellen wir die Persönlichkeiten, die Geschichten, die Technikbegeisterung, die Fähigkeiten und Expertisen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Mittelpunkt.
Heute sprechen wir mit Heike Wandsleb, Objektleiterin im Geschäftsbereich Efficient Facilities von SPIE. 

Unweit der Frankfurter Messe steht der Gebäudekomplex IBC mit dem 120 Meter hohen Tower, 30 Etagen und über alle 3 Bauteile eine Gesamt-Nutzungsfläche von 200.000 m2. Welche Aufgaben haben Sie dort als Objektleiterin?

Das IBC ist ein großes, sehr komplexes Gebäude und verfügt über eine sehr anspruchsvolle technische Gebäudeausstattung. Deshalb betreuen wir das IBC mit insgesamt drei Objektleitern – aufgeteilt nach den Gewerken Elektrotechnik, HKLS (Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitäranlagen) und den Rund-um-Services. Hauptverantwortlich bin ich zum einen für den Bereich Rund-um-Service sowie seit ca. zwei Jahren auch für den Bereich HKLS. Dies beinhaltet alle Instandsetzungen und Wartungen im Bereich HKLS, Hausmeisterdienste, die Koordination der infrastrukturellen Leistungen sowie alle Umbauten im Objekt. Zum anderen bin ich die Hauptansprechpartnerin für alle Mieter und den Eigentümer. Daher laufen alle Vertragsthemen, Vertragsverlängerungen, Budget- oder Instandsetzungsentscheidungen über meinen Tisch.

Gibt es besondere Projekte, an denen Sie arbeiten?

Neben dem Tagesgeschäft – Wartungen und Instandsetzungen – betreue ich aktuell eines unserer größten Projekte im IBC: Gemeinsam mit dem Team der Geschäftseinheit Energy Solutions erneuern wir die Kältemaschinen des Gebäudekomplexes mit einer Gesamtleistung von 9,4 MW. Im Zuge der energetischen Optimierung werden die ursprünglichen 13 Kältemaschinen durch 10 neue Kältemaschinen ersetzt – beginnend 2021 mit dem kleinsten Gebäudeteil, abschließend 2023 mit dem Tower. Während der Modernisierung stellen wir die Versorgungssicherheit für die Gebäude mit Kältemedium sicher und sorgen für einen einwandfreien Gebäudebetrieb. Dazu werden die Kältemaschinen in je zwei Abschnitten pro Gebäudeteil getauscht. Dabei werden die Modernisierungsarbeiten in den kalten Monaten des Jahres ausgeführt, damit die volle Kälteleistung aller Anlagen in der warmen Jahreszeit zur Verfügung steht. Hervorzuheben ist die Herausforderung des Austausches der Kältemaschinen auf dem 120 Meter hohen Tower. Die 10 Meter langen, 8 Tonnen schweren Kältemaschinen müssen hier aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Kranstellplatzes über einen speziellen, verfahrbaren Raupenkran gehoben werden.

Darüber hinaus nimmt das IBC regelmäßig an der international anerkannten LEED1-Zertifizierung teil. Das Verfahren fokussiert die Entwicklung und Planung sogenannter ‚Green Buildings‘ und fördert ökologisch leistungsstarke Gebäude. Als verantwortlicher Gebäudebetreiber sorgen wir dafür, dass die technischen Anlagen über einen langen Zeitraum mit bestmöglicher Effizienz betrieben werden, verantworten einen schonenden Umgang mit den Ressourcen im Objekt und stellen eine hohe Leistungsfähigkeit der Gebäudetechnik sicher – so auch mit dem aktuellen Austausch der Kältemaschinen. Wir agieren bei dem LEED-Zertifizierungsverfahren als Steuerungsinstanz und sorgen dafür, dass alle Vorgaben erfüllt und umgesetzt werden.

Welche Eigenschaften kommen Ihnen in Ihrem Job zugute?

Meine fachliche Expertise gibt mir natürlich die notwendige Sicherheit. Trotzdem denke ich, dass vor allem ein gutes Selbstmanagement, eine gewisse Beharrlichkeit und eine positive Einstellung entscheidend sein können. Mein Job als Objektleiterin im IBC ist sehr abwechslungsreich. Ich würde sagen, fast kein Tag gleicht dem anderen. Daher muss man gut priorisieren können, um den Anforderungen unseres Kunden und der Mieter, aber auch meinem Team gerecht zu werden. Mir ist es wichtig, als Führungskraft mit gutem Beispiel voran zu gehen. Ich möchte meinem Team ein Vorbild sein. Sie sollen sich auf mich verlassen können, so wie ich mich auf sie verlasse. Denn die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, entscheidet wesentlich darüber, ob wir uns in unserem Arbeitsumfeld wohlfühlen und gerne einbringen. Schlüsselelemente für ein erfolgreiches Team sind für mich Wertschätzung, Verlässlichkeit und Nahbarkeit. SPIE fordert und fördert ein faires und motivierendes Arbeitsumfeld – zu dem möchte ich aktiv beitragen.

Wie sieht Ihr bisheriger Weg zu Ihrer heutigen Station aus?

Seit über 18 Jahren bin ich in unserem Unternehmen tätig. Mein Einstieg war damals über die Lufthansa Gebäudemanagement, die ab 2004 zur Sparte Service Solutions von Hochtief gehörte, die wiederrum seit 2013 ein Teil von SPIE ist. Das IBC hat mich während dieser Zeit begleitet. Denn seit der Errichtung im Jahr 2003 betreuen wir den Gebäudekomplex. Damals hatte ich die Kalkulation unterstützt und bin dann schnell ins Start-up-Team mit fließendem Übergang in die Objektleitung gewechselt. Nach meiner Elternzeit und anderen Tätigkeiten in der Niederlassung habe ich 2015 die Chance genutzt, als Objektleiterin ins IBC zurückzukehren. Das fühlte sich ein wenig an, wie nach Hause zu kommen.  Es ist jeden Tag eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe, die aufgrund der Größe und des Umsatzvolumens in einigen Themen einer Projektleitung ähnelt. 

Wie werden Sie auf Ihrem Weg gefördert?

Mein Ziel ist es, eine Projektleiterrolle zu übernehmen. Daher freue ich mich sehr, dass ich für das diesjährige Mentoring-Programm ausgewählt wurde – ein Entwicklungsprogramm speziell für weibliche Potenzialträger bei SPIE. Mit meinem Mentor an meiner Seite habe ich die Möglichkeit, mich selbst und meine Stärken und Schwächen zu reflektieren, meine Ziele zu fokussieren und natürlich auch mein Netzwerk zu erweitern. Die Möglichkeit, sich mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb des Unternehmens auszutauschen und mit anderen Frauen über ihre Erfahrungen und Karrierewege zu sprechen, schätze ich sehr. Was SPIE als Arbeitgeber grundsätzlich attraktiv macht, ist die breite Vielfalt an Leistungen und die Chancen, die sich für einen persönlich daraus ergeben: Sei es, neue Aufgaben und Objekte kennenzulernen oder sich in einem ganz anderen Bereich zu orientieren. Denn SPIE ist ein wachsendes Unternehmen. Neu hinzugewonnene Unternehmen – und damit auch neue Kolleginnen und Kollegen – bringen Vielfalt ins Unternehmen und erweitern unser Leistungsspektrum. 
Grundsätzlich habe ich in meiner gesamten beruflichen Laufbahn bei SPIE immer nur große Unterstützung erfahren – dafür bin ich sehr dankbar!

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1 Leadership in Energy and Environmental Design

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