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Teilautomatisierte Schemaplanerfassung

Wie eine Verknüpfung erleichtert, was früher komplett von Hand nachgezeichnet werden musste

Warum tauchte die neue Trafostation Ost im Schemaplan noch gar nicht auf – ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme?

Die Trafostation Ost ist seit Monaten in Betrieb. Im Bestandsplan ist sie längst erfasst, mit allen Sachdaten, exakt eingemessen. Als jetzt eine Erweiterung in genau diesem Netzabschnitt geplant wird, öffnet der zuständige Planer zunächst den Schemaplan, um sich einen Überblick über die Stationsstruktur zu verschaffen. Die neue Station fehlt dort komplett. Um sicherzugehen, greift er zusätzlich zum Bestandsplan, gleicht beide Darstellungen von Hand ab und verliert dabei Zeit, die für die eigentliche Planung gedacht war.

Für die tägliche Arbeit in der Netzdokumentation braucht es genau diese zwei Sichten: Den Bestandsplan für die exakte geografische Lage, den Schemaplan für die übersichtliche, logische Struktur mit Schalt- und Trennstellen. Beide werden gebraucht, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten. Wenn Neubauten, Umbauten oder Sanierungen aber nur im Bestandsplan ankommen und der Schemaplan separat nachgezogen werden muss, laufen beide Sichten auseinander – nicht selten wochen- oder monatelang, bis es jemandem auffällt.

 

 

Herausforderungen
Wenn zwei Pläne zusammengehören, aber getrennte Wege gehen

Solange Bestands- und Schemaplan unabhängig voneinander gepflegt werden, bleiben Fragen offen, die im Tagesgeschäft eigentlich zügig geklärt sein sollten:

  • Ist die letzte Baumaßnahme schon im Schemaplan angekommen?
    Nach jedem Neubau oder Umbau muss er separat nachgezogen werden – bis dahin fehlt die neue Anlage dort schlicht
  • Stimmen beide Pläne noch überein?
    Bei getrennter Pflege schleichen sich Abweichungen ein, die oft erst bei der nächsten Planung im selben Gebiet auffallen
  • Wie viel zusätzliche Zeit kostet die doppelte Pflege?
    Jede Sanierung, jeder Neubau bedeutet Mehraufwand im Schemaplan – zusätzlich zur ohnehin nötigen Bestandsaktualisierung
  • Wer bemerkt eine Inkonsistenz zuerst?
    Ohne festen Abgleich bleibt es dem Zufall überlassen, wie lange eine Abweichung unentdeckt bleibt
  • Genügt die Dokumentation den Anforderungen?
    Regelwerke wie die VDE-AR-N 4201 und 4205 sowie die Betreiberverantwortung setzen eine aktuelle, konsistente Netzdokumentation voraus – nicht zwei Sichten, die unterschiedlich weit sind
Und je länger diese Lücke zwischen beiden Plänen besteht, desto schwerer wird es, Planung, Betrieb und Entstörung auf eine gemeinsame, verlässliche Datenbasis zu stellen.

Einfach ableiten, statt komplett neu erfassen

Deshalb lohnt sich der Blick auf eine teilautomatisierte Schemaplanerstellung: Statt jede Linie und jedes Schaltfeld von Hand nachzuzeichnen, genügen wenige Klicks, um den Schemaplan auf Basis der im Bestandsplan vorhandenen Daten zu erstellen und zu aktualisieren.

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Das verbessert sich im Alltag

  • Weniger doppelte Pflege:
    Neubauten und Umbauten müssen nicht mehr komplett zusätzlich im Schemaplan nachgezeichnet werden. Wenige Klicks genügen, um sie aus dem Bestandsplan zu übernehmen
  • Weniger Inkonsistenzen:
    Weil sich Änderungen einfach in den Schemaplan übernehmen lassensinkt das Risiko, dass beide Darstellungen auseinanderlaufen
  • Schnellere Bereitstellung:
    Aktuelle Schemapläne stehen für Betrieb, Planung und Entstörung spürbar zügiger zur Verfügung
  • Erleichterte Nachweispflicht
    Eine konsistentere Dokumentation macht es leichter, Anforderungen wie die VDE-AR-N 4201/4205 im Alltag zu erfüllen.

Das Ergebnis: Deutlich weniger Arbeit bei Netzänderungen und spürbar weniger Abweichungen zwischen den Plänen.

Ein Praxisbeispiel

Mit wenigen Klicks zum aktuellen Schemaplan

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Darauf kommt es bei der Schemaplanerstellung an

  • Direkte Ableitung aus dem Bestand:
    Neue oder veränderte Netzobjekte werden mit wenigen Klicks aus den vorhandenen GIS-Daten übernommen
  • Durchgängige Verknüpfung:
    Bestands- und Schemaplan bleiben über Sachdatensätze miteinander verbunden, statt getrennte Wege zu gehen
  • Eingebaute Qualitätsprüfung:
    Abweichungen oder unvollständige Übernahmen werden durch Abgleichmechanismen sichtbar, bevor sie zum Problem werden
  • Schnellere Aktualität:
    Änderungen aus dem Bestandsnetz stehen deutlich zügiger im Schemaplan zur Verfügung

So sah der Alltag vorher aus

Bei einem regionalen Netzbetreiber gehörte die getrennte Pflege beider Pläne lange zum festen Ablauf – nicht aus Überzeugung, sondern weil es technisch nicht anders möglich war. Der Bestandsplan wurde bei jedem Neubau oder Umbau sofort aktualisiert. Der Schemaplan hinkte hinterher, weil jede Änderung erst manuell übertragen werden musste: Schaltfeld für Schaltfeld, Station für Station.

Auffällig wurde das immer dann, wenn im selben Netzabschnitt ein weiteres Projekt anstand. Eine Planung stützte sich dann entweder auf einen veralteten Schemaplan oder auf einen zusätzlichen Blick in den Bestandsplan, um überhaupt sicherzugehen. Beides kostete Zeit im Tagesgeschäft.

Aus der Erkenntnis wurde eine Lösung

Der Ansatz: Den Schemaplan nicht länger unabhängig zeichnen, sondern aus genau den Daten erzeugen, die im Bestandsplan bereits gepflegt werden. Mit wenigen Klicks werden neue oder veränderte Netzobjekte übernommen, über hinterlegte Sachdatensätze bleiben beide Pläne verknüpft. Ein Abgleich macht sichtbar, wo Bestands- und Schemaplan noch nicht übereinstimmen. 

Was sich im Alltag dadurch ändert

Eine Baumaßnahme lässt sich heute mit wenigen Klicks im Schemaplan nachziehen, statt Wochen zu warten, bis dafür Zeit ist. Wer den Plan für eine Station oder einen Abschnitt aufruft, sieht damit tatsächlich den aktuellen Stand. Auch Rückfragen oder Auskünfte an Dritte lassen sich direkt aus dem Schemaplan beantworten, ohne ihn erst mit dem Bestandsplan abgleichen zu müssen. Die freigewordene Zeit kann jetzt für andere Aufgaben genutzt werden.

Auch die Datenqualität profitiert: Weicht eine Übernahme vom Bestandsplan ab oder bleibt sie unvollständig, macht der Abgleich das sichtbar, bevor daraus im Betrieb eine handfeste Unstimmigkeit wird.


Aus zwei Plänen, die früher unterschiedlich schnell unterwegs waren, wird so eine gemeinsame, verlässliche Grundlage – eine, auf die sich das ganze Team im Alltag stützen kann.

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