Wie ein Klick ersetzt, wofür früher drei Kollegen gefragt werden mussten
Wo war noch mal der Schaden in der Kastanienallee – und wer hat ihn eigentlich verursacht?
Kennen Sie das? Ein Leitungsschaden von vor zwei Jahren wird plötzlich wieder relevant – vielleicht wegen einer Versicherungsfrage, vielleicht weil an derselben Stelle schon wieder etwas passiert ist. Und dann beginnt die Suche: Die Fotos hat damals ein Kollege mit dem Handy gemacht. Der Bericht liegt irgendwo auf dem Laufwerk oder war das noch auf Papier? Und wer war eigentlich vor Ort, welche Schadensart lag vor, wer hat sie verursacht?
So geht es vielen Stadtwerken und Netzbetreibern. Nicht, weil schlecht gearbeitet wird, sondern weil Schadensinformationen an vielen verschiedenen Stellen landen: In Ordnerstrukturen, in E-Mail-Postfächern, in unterschiedlichen Systemen, auf Papier. Jede Stelle für sich ist nachvollziehbar. Zusammen ergeben sie aber ein Puzzle, das im Alltag Zeit kostet.
Ohne eine einheitliche Schadenserfassung bleiben Fragen offen, die eigentlich in Sekunden beantwortet sein sollten:
- Wo war der Schaden genau?
Ohne einheitliche Erfassung lässt sich die Lage oft nur mit Aufwand rekonstruieren - Was für ein Schaden lag vor?
Ob Korrosion, Materialermüdung oder Fremdverschulden ohne feste Struktur bleibt die Zuordnung unklar - Wer hat ihn verursacht?
Gerade bei der Frage, wer für den Schaden aufkommen muss, wird das schnell zum Problem, wenn diese Angabe fehlt - Wie viele Schäden gab es insgesamt und an welchen Leitungen?
Ohne Auswertung bleiben Häufungen unsichtbar - Wo liegen die zugehörigen Unterlagen?
Papier, Serverordner, Postfach – wer zuerst suchen muss, hat schon verloren.
Ein Ort für jeden Schaden – und für alles, was dazugehört
Deshalb lohnt sich der Blick auf eine einheitliche Schadensdokumentation: Jeder Schaden wird an einer Stelle erfasst, vollständig und für alle Beteiligten zugänglich. Ort, Schadensart, Verursacher und zugehörige Dokumente gehören zusammen und bleiben zusammen. Das verändert den Arbeitsalltag spürbar.
- Finden statt suchen:
Alle Informationen zu einem Schaden sind an einem Ort inklusive Fotos, Berichte und Protokolle - Klarheit im Einzelfall:
Ort, Schadensart, Verursacher und Bearbeitungsstand sind eindeutig zugeordnet - Nachweise sofort verfügbar:
Wenn Unterlagen gebraucht werden, liegen sie vollständig und griffbereit vor - Muster erkennen:
Welche Leitungsabschnitte sind auffällig? Welche Schadensart tritt häufiger auf? Die Antworten stecken in den eigenen Daten - Wartung gezielter planen:
Neben dem Alter einer Leitung lässt sich nun auch die Schadenshäufigkeit in die Bewertung einbeziehen
Das Ergebnis: Weniger Zeit für die Suche nach Unterlagen, mehr Sicherheit bei Nachweisen und eine Datenbasis, auf die sich Instandhaltungsentscheidungen tatsächlich stützen lassen.
Vom Zettelkasten zur Schadenshistorie auf Knopfdruck
- Einheitliche Erfassung:
Für jede Sparte gibt es eine passende Maske, sodass Schäden vergleichbar dokumentiert werden - Automatisch übernommene Leitungsdaten:
Weniger manuelle Eingabe, weniger Fehlerquellen - Strukturierte Dokumentenablage:
Verschiedene Dateiformate lassen sich direkt am Schaden hinterlegen - Auswertbarkeit:
Häufungen und Muster werden sichtbar, statt in Einzelfällen unterzugehen - Anschlussfähigkeit:
Direkte Weiterverarbeitung im Assetmanagementsystem, ohne Medienbruch
So sah der Alltag vorher aus
Bei einem regionalen Netzbetreiber lief die Schadensdokumentation lange so, wie es der Situation vor Ort am ehesten entsprach: Ein Foto mit dem Handy, eine Notiz auf Papier, manchmal eine Zeile in Excel. Das ergab im Moment durchaus Sinn – nur eben nicht immer an der Stelle, an der man die Information später wieder brauchte.
Spürbar wurde das vor allem, wenn ein alter Fall wieder auf den Tisch kam: Eine Rückfrage zur Verantwortlichkeit nach einem Wasserschaden, ein zweiter Vorfall an derselben Leitung, oder die Frage aus der Netzplanung, welche Abschnitte eigentlich schon öfter betroffen waren. Dann hieß es suchen, zusammentragen, nachfragen – Zeit, die eigentlich für anderes gebraucht wurde.
Aus der Erkenntnis wurde eine Lösung
Die naheliegende Idee: Die Schadenserfassung dort einbauen, wo die Mitarbeitenden ohnehin unterwegs sind. Mit der neuen Lösung lässt sich jeder Schaden direkt vor Ort über ein eigenes Symbol im Geoinformationssystem festhalten – Datum, Art, Verursacher, eine kurze Beschreibung der Lage, alles in einer Maske. Daten zur betroffenen Leitung, etwa Baujahr oder Material, zieht sich das System automatisch. Fotos und Unterlagen werden direkt mit abgelegt und landen strukturiert auf dem Server.
Was sich im Alltag dadurch ändert
Ein Schaden ist heute in wenigen Minuten erfasst – nicht erst am Ende der Schicht aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Wer danach auf die betroffene Leitung oder den Hausanschluss schaut, sieht auf einen Blick sämtliche bisherigen Vorfälle und kann sie nach Schadensart, Leitungsabschnitt oder Verursacher auswerten. So zeigen sich Muster, die vorher niemand systematisch verfolgen konnte.
Manchmal fällt dabei etwas auf, das vorher niemandem aufgefallen wäre: dass ein Abschnitt nicht nur wegen seines Alters kritisch ist, sondern weil sich dort Korrosionsschäden oder Materialermüdung häufen. Früher war meist das Baujahr der Ausschlag für Sanierungsentscheidungen. Heute liefert die reale Schadenshistorie ein deutlich schärferes Bild davon, wo sich ein genauerer Blick wirklich lohnt. Wo ein Assetmanagementsystem im Einsatz ist, lassen sich die erkannten Auffälligkeiten direkt dorthin übernehmen – Sanierung und Instandhaltung schließen nahtlos an.
Aus vielen losen Puzzleteilen, die früher an unterschiedlichen Stellen lagen, wird so Schritt für Schritt ein zusammenhängendes Bild – eines, auf das sich jeder im Team verlassen kann.
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