27.04.2022

#WeAreSPIE: Im Gespräch mit Roberto Valenti

Unsere Mitarbeitenden im Fokus

Wir als SPIE sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf das, was sie täglich leisten. In unserem Format „#WeAreSPIE: Unsere Mitarbeitenden im Fokus“ stellen wir die Persönlichkeiten, die Geschichten, die Technikbegeisterung, die Fähigkeiten und Expertisen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt.
Heute sprechen wir mit Roberto Valenti, Leiter der Abteilung Konstruktion bei Planen & Bauen im Geschäftsbereich Building Technology & Automation (BTA) von SPIE Deutschland & Zentraleuropa.

Roberto Valenti, Sie leiten die Abteilung Konstruktion bei Planen & Bauen im Geschäftsbereich BTA. Wofür ist Ihre Abteilung verantwortlich?

Planen & Bauen ist der Generalplaner für Spezialimmobilien – wie zum Beispiel Rechenzentren – mit hohen technischen und baulichen Anforderungen und hat eine ausgewiesene planerische und gutachterliche Kompetenz. Meine Abteilung ist zuständig für alle Hochbauplanungsleistungen mit Schwerpunkt auf Rechenzentren. Das bedeutet, wir erstellen die Bauantrags-, die Entwurfs- sowie die Ausführungspläne für neue Objekte und Umbauten im Bestand. Dabei betreuen wir das Projekt vom ersten Entwurf bis zur finalen Umsetzung und Inbetriebnahme des Rechenzentrums meist über bis zu zwei Jahre. Zunächst erstellen wir die 2D- oder 3D-Entwürfe des Gebäudes. Dann folgt die Bauantragsstellung. Das heißt, wir reichen die erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ein. Während wir auf die finale Genehmigung der Behörde warten, starten wir bereits mit den detaillierten Ausführungsplänen. Diese Pläne dienen auf der Baustelle den unterschiedlichen Gewerken für ihre spezifische Ausführung und für die Koordination des jeweiligen Bauleiters. Doch hier hört unsere Arbeit noch nicht auf. Bis zum Schluss werden oft noch weitere Detailpläne benötigt oder Planungsanpassungen müssen vorgenommen werden.
Als Abteilungsleiter bin ich verantwortlich für die Koordination, die Ressourcenplanung, die Qualitätssicherung und die Teamsteuerung. Darüber hinaus sorge ich dafür, dass sich mein Team stets weiterbildet und über gesetzliche Rahmenbedingungen und Vorschriften, die unsere planerischen Tätigkeiten beeinflussen, informiert ist. 

Gibt es besondere Projekte, an denen Sie gerade arbeiten?

Die Planung eines Rechenzentrums ist im Vergleich zu einem anderen Gebäude bereits sehr besonders. Ein Rechenzentrum ist eine Spezialimmobilie, die aus weit über 10 000 Quadratmetern Fläche bestehen kann. Zudem gibt es sehr hohe Sicherheitsanforderungen sowie spezifisches technisches Know-how, das bei diesen Bauprojekten gefordert wird.
Grundsätzlich gleicht kaum ein Rechenzentrumsprojekt einem anderen. Immer wieder stehen wir vor neuen Anforderungen sowie Herausforderungen – von der Realisierung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung über die Planung eines eigenen Umspannwerks bis zu den immer steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz von Rechenzentren. Aktuell planen mein zehnköpfiges Team und ich drei große Rechenzentren parallel.
Für mich ist aber aktuell eines meiner spannendsten Projekte das Rechenzentrum CPH3, das gerade auf dem Interxion Copenhagen Campus im Industriepark in Ballerup in Kopenhagen errichtet wird. Dies war für mich mein erstes internationales Projekt. Neben den Anforderungen in der Kommunikation und im Austausch mit anderen international beteiligten Unternehmen war natürlich auch die Erstellung der Pläne unter dänischen Normen und Richtlinien neu. Das hat das Projekt für mich besonders spannend gemacht. 

Lassen Sie uns auf Ihren Karriereweg blicken. Wie sieht Ihre bisherige Entwicklung aus?

Mathematik und Geometrie waren schon immer meine Stärken. Daher habe ich nach der Schule eine Ausbildung zum Bauzeichner absolviert. Hier habe ich gelernt, wie man genaue Darstellungen eines Gebäudes, einzelner Gebäudeteile, der Konstruktion, der Versorgungseinrichtungen und anderer Details sowie des Baugrundstücks mit den exakten Maßen anfertigt. Dabei wurde ich auf eine sehr gewissenhafte Ausführung geschult, denn meine Pläne bilden schließlich die Grundlage für alle weiteren Arbeiten bei der Errichtung eines Gebäudes. Auch die detaillierte Anwendung von spezieller CAD-Software (Computer Aided Design), mit der die 2D- und 3D-Pläne erstellt werden, habe ich gelernt und mir bis heute eine große fachliche Expertise angeeignet.
Nach meiner Ausbildung bin ich 2010 direkt bei Planen & Bauen eingestiegen und habe dort als Bauzeichner begonnen. Damals waren wir noch ein sehr kleines Planungsbüro von gerade einmal zehn Personen. Über die letzten zwölf Jahre habe ich die erfolgreiche Entwicklung von Planen & Bauen zu einem umfassenden Generalplaner für Spezialimmobilien mit mittlerweile über 60 Mitarbeitenden mitbegleitet – und man kann sagen, ich habe persönlich selbst diese Entwicklung mit durchlebt. Diese Erfahrungen, meine technische Kompetenz sowie das große Vertrauen meiner Vorgesetzten und unserer Geschäftsführer haben mir im letzten Jahr den Wechsel zum Abteilungsleiter ermöglicht. Dafür bin ich sehr dankbar!

Planen & Bauen wurde Ende 2020 ein Teil von SPIE. Wie haben Sie diese Entwicklung wahrgenommen?

Bei Planen & Bauen herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Der Zusammenhalt und die Bindung im Team sind sehr stark. Nun sind wir seit über einem Jahr Teil von SPIE und damit Teil einer großen Unternehmensgruppe. Trotzdem hat sich an der Atmosphäre nichts verändert. Auch die Kultur bei SPIE nehmen wir als sehr persönlich und nahbar wahr.
Darüber hinaus verbindet Planen & Bauen und SPIE eine jahrelange Partnerschaft. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten wir im Data-Center-Bereich gemeinsam für namhafte Kunden. Unter dem Dach von SPIE erbringen wir mit vereinten Kompetenzen alle Leistungen aus einer Hand und treten als ganzheitlicher Dienstleister für One-Stop-Lösungen am Markt auf. Ich denke, mit der Stärke einer großen Unternehmensgruppe haben wir noch viel mehr Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln und unser Geschäft zu stärken. 

Und welche Chancen sehen Sie als Teil einer großen Unternehmensgruppe für Ihre persönliche Entwicklung?

Mit der Übernahme der Position des Abteilungsleiters habe ich gleichzeitig auch meine erste Führungsrolle angetreten und trage seitdem die Verantwortung für mein zehnköpfiges Team. Das bedeutet auch für mich, weiter zu lernen und meine Führungskompetenz zu stärken. Durch SPIE habe ich die Möglichkeit erhalten, von dem umfassenden Weiterbildungsangebot zu profitieren, und ich nehme nun an einem Workshop für Führungskräfte in der SPIE Akademie teil. Hier lerne ich nicht nur mehr über die SPIE Führungsprinzipien und meine Rolle als Führungskraft, sondern kann mich mit weiteren Führungskräften von SPIE aus den verschiedensten Bereichen und Regionen austauschen und mein eigenes Netzwerk weiter ausbauen. Darauf freue ich mich sehr!

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